Urlaubsbilder – Nach mir die Bilderflut

Stellt euch bitte folgendes Szenario vor:

Für Max Mustermann und seine Familie geht es in den Urlaub. Max hat seine (dank der sinkenden Preise der letzten Jahre) neue DSLR im Gepäck und probiert die Knipse ausgiebig aus.

 

Seine Familienmitglieder stehen ihm gerne Modell, und so kommt er letztendlich mit etwa 1.000 Bildern von der Reise zurück.

Da er sich mit der Kamera ja noch nicht auskannte – es war zudem seine erste Spiegelreflexkamera –, sind viele Fotos von den wertvollen Momenten, die man gemeinsam erlebt hat, falsch belichtet, unscharf oder verwackelt. “Als Erinnerung taugen die noch, die schmeiß’ ich doch nicht weg!”, denkt Max bei sich.

 

Wer kennt das nicht? Das Konzept dieser “Erinnerungsbilder” ist mir schon lange schleierhaft.

Sowieso ist mein Standpunkt als Fotograf, dass solche Fotos in zu großen Massen ihre Wirkung verlieren.

 

Am besten ist es, man verschafft sich einen Überblick über die einzelnen Motive, indem man sie zum Beispiel entsprechend mit Datum, Namen oder Orten benennt oder in Ordner aufteilt.

Wenn man dann zig verschiedene Bilder des selben Motivs bemerkt, die sich kaum voneinander unterscheiden, wird es Zeit, rigoros auszusortieren.

Wenn Bilder bearbeitet werden sollen (nur bei RAW-Dateien eine Erwägung wert), dann sollte man das lieber sofort machen – für die schnelle Bearbeitung eignen sich wohl Programme wie Adobe Lightroom am besten, aber auch Photoshop oder das kostenlose Gimp können weiterhelfen.

Ich denke, gerade Bilder, die technische Fehler haben, sieht man sich später gar nicht mehr an – es sei denn, sie bekommen durch den Fehler eine gefällige Ästhetik.

 

Rational betrachtet muss man auch nicht jedes Bild eines Ereignisses aufbewahren, sondern kann sich auch dann noch an Einzelheiten erinnern, wenn man nur einen bebilderten roten Faden hat, an dem man sich entlanghangeln kann.

 

Fotoalben, wie man sie von früher kennt, sind ein gutes Beispiel dafür.

Sie sind eine tolle Möglichkeit, um die Anzahl der Bilder auf das nötige/erträgliche Maß herunterzubrechen und geben den Fotos außerdem durch die Darstellung auf Fotopapier eine ganz andere Qualität.

 

Wer dann noch an den anderen Bildern hängt, mag sie meinetwegen datiert auf einer Festplatte abspeichern und vergessen.

 

 

 

Achtung!
Innerhalb dieses Artikels ist etwas für die weitere Entwicklung dieses Weblogs sehr Wichtiges geschehen. Danke für die Teilhabe daran! – Tom

Kommentar schreiben

Kommentare: 0