Kompositionsstudie #002

Dieses Bild enthält viele in verschiedene Richtungen gehende Linien, die man erst gar nicht so richtig einordnen kann. Was zum Henker also habe ich mir dabei wieder gedacht?
Was hat mich dazu gebracht, das Foto aufzunehmen?

Spiegelung im Wasser

Mein Blick fällt bei diesem Bild zunächst auf den Hell-Dunkel-Kontrast im Wasser und hangelt sich an der Spiegelung der Zweige nach unten zum aufgerauten Fleck im Wasser vor.

Von dort wandert das Auge dann weiter zum nächsten kontrastreichen Bildinhalt, was das helle Gras bzw. die dreieckige Eisfläche neben dem Baum am rechten Bildrand sind.

Von der Dreiecksform geleitet, geht der Blick nach links – und findet, in Form und Farbe ähnlich, ein weiteres Eisdreieck mit dem dunklen Ast dabei, der die nächste Richtung vorgibt: Zurück nach rechts und am Baum nach oben.

Durch einen weiteren einfachen Hell-Dunkel-Kontrast (und den Fakt, dass das Gehirn das Gesehene nicht direkt zuordnen kann) fällt dabei die Spiegelung des Gebäudes im Wasser auf.

Blickrichtung beim Betrachten des Fotos

Ab jetzt umkreist der Blick quasi die Spiegelung, wodurch sie schnell ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerät – der Kreis ist durchbrochen!

Blickrichtung im Kreis

Und könnte man dann nicht auch...?

Bild im veränderten Format

Ja.

 

 

Hallo und herzlich willkommen am unteren Ende!

Es sei angemerkt, dass ich diese Dinge natürlich im Nachhinein erst so richtig analysiere – im Augenblick der Aufnahme gehe ich meist mehr nach dem Gefühl, in Verbindung mit einigen festen Regeln oder Punkten, die ich im Kopf durchgehe.
In diesem Fall habe ich als Erstes die Spiegelung gesehen und habe dementsprechend versucht, die Gräser und eckigen Eisformen am Rand des Flüsschens als „Zeiger“ zu verwenden.
Schließlich kam die aufgewühlte Wasseroberfläche im Vordergrund hinzu.

 

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag!

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