Das Chamäleon-Erlebnis

Als ich letztens einen Spaziergang Richtung Südosten gemacht habe, um ein wenig zu fotografieren, traf ich auf einige Portugiesen, die auf der anderen Straßenseite saßen und irgendetwas von mir wollten. Sie riefen mich zu sich, doch ich ignorierte sie und ging weiter.

Keine fünfzig Meter weiter merkte ich jedoch, dass ich langsam müde wurde und umdrehen wollte, also beschloss ich, den Leuten doch noch einen Besuch abzustatten.
Es stellte sich heraus, dass sie ein Chamäleon hatten, das sie mir zeigen wollten, damit ich es fotografieren konnte. Das tat ich natürlich allzu gerne, und als die Frau, deren Arm man auf den Bildern sieht, merkte, wie begeistert ich war, setzte sie mir das Tier kurzerhand auf die Hand.

Was für ein Erlebnis! Ich zitterte vor Erregung – die raue Haut und die kleinen, aber doch kräftigen krallenbewehrten Zehen zu fühlen, war unglaublich spannend für mich. Doch das Chamäleon mochte mich anscheinend auch, denn es wickelte nach kurzer Zeit seinen Schwanz um meinen Finger und blieb ruhig sitzen. Nachher ließ es sich dann kaum noch von mir lösen.

Ich habe den Leuten die Bilder per Mail zugesandt, aber leider weiter nichts mehr von ihnen gehört. Vielleicht gehe ich irgendwann noch einmal dort vorbei.


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