Taubenanalogie

Als ich heute mit einem Freund (in einem längeren philosophischen Gespräch wie ich sie so gerne führe) über Fotografie sprach, stellte er eine kleine Analogie auf, die ich gerne mit euch teilen möchte.


Er sagte, manchmal wäre er gerne wie eine Taube, die einfach auf der Straße nach Brotstücken sucht. So etwas Simples sei zuweilen einfach schön – als würde man Schnappschüsse machen; aber das Leben sei eigentlich natürlich komplizierter als das.

Als Fotograf kann man beides haben: Man lässt sich einfach von seinen Instinkten oder Sinnen leiten, wie die Taube, und fängt schnell und leicht seine Brotkrumen ein, oder man macht sich Gedanken, studiert sein Subjekt und erhält dann ein weit tiefergehenderes Bild (wie vielleicht eine Taube, die herausgefunden hat, wo sie regelmäßig gefüttert werden kann, um bei der Analogie zu bleiben)! Keine dieser Möglichkeiten ist per se gut oder schlecht – man fotografiert, wie man möchte, und hält das Leben auf die eine oder andere Art fest.

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