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Selbstreflexion: Mit einer professionellen Spiegelreflexkamera fotografieren

Worauf achten Fotografen eigentlich beim Fotografieren?

 

Welche Informationen in der Kamera sind wirklich wichtig?

 

In dieser Artikelserie reflektiere ich meine eigene Kameranutzung, und

möchte mit dir in Dialog treten: Was ist für deinen Fotografieprozess

essenziell?

 

In diesem Artikel gehe ich auf das Fotografieren mit meiner

Canon 5D Mark III ein.

Reduktion von Information

Ich mag meine alte Canon 5D Mark III, die jetzt meine Zweitkamera ist.

Professionelle Spiegelreflexkameras haben zwei Dinge, die ich gerne

habe: Optische Sucher, und ein Zweitdisplay oben auf dem

Kameragehäuse.

 

Der optische Sucher zeigt mir genau das an, was ich gerade benötige.

Die Knöpfe der Kamera kenne ich blind, und für die meisten Änderungen

muss ich nicht einmal das Auge vom Sucher nehmen.

 

Selbst in der Verschluss- oder Blendenautomatik werden mir die von mir

nicht bestimmten Werte immer noch im Sucher angezeigt. Das ist

wichtig, damit ich nicht zum Beispiel ein komplett verwackeltes Bild

habe, weil die Kamera denkt, so sei das Bild ja richtig belichtet,

also sei ja alles gut. (Nein, dann ist NICHT alles gut!)

Der rückwärtige Kameramonitor: Bisweilen ganz nützlich

So gut wie nie benötige ich den Hauptbildschirm auf der Rückseite:

Reihenaufnahmemodi oder Selbstauslöser, ISO, Blende, Verschlusszeit -

alles lässt sich über die digitalen Anzeigen im Sucher oder auf dem

Zweitdisplay oben auf der Kamera übersichtlich ablesen.

 

So verwende ich den rückwärtigen Monitor nur für wenige wichtige

Funktionen, nämlich den Live-View (meist nur beim Filmen oder bei

Stativaufnahmen), das Überprüfen der Belichtung über das Histogramm,

oder für das Drittelraster und die große Wasserwaage als

Kompositionshilfen.

 

Im Grunde ist meine Fotografie damit beinahe äquivalent zu einem

analogen Workflow.

 

Das liegt nicht etwa daran, dass ich besonders viel in dieser Richtung

fotografiert hätte — das Gegenteil ist der Fall.

 

Für mich sind allein Schnelligkeit und Exaktheit in der kommerziellen

Arbeit auf der einen Seite, und Ruhe und ablenkungsfreies

Fotografieren in künstlerisch-dokumentarischen Kontexten auf der

anderen von Interesse.

 

Ich finde, das spricht für die elegante Reduktion auf Elementares von

analogen Spiegelreflexkameras!

Fazit

Egal, welche Kamera man verwendet: Die Grundlagen der Fotografie

bleiben immer gleich. Unterschiedliche Kameras bieten unterschiedliche

Möglichkeiten, sich der Fotografie anzunähern.

 

Manche legen alles offen, andere verstecken die Parameter hinter

Automatiken und Schiebereglern.

 

Das ist der Grund, warum man mit möglichst vielen Kameras

fotografieren sollte! Es ist so, als ob man eine andere Sprache

spricht, aber über dieselben Dinge redet — man findet oft über die

Nutzung der Kamera neue Denkweisen und Prozesse für die eigene

Fotografie.

 

Die Canon stellt sich meinem persönlichen Workflow mit so gut wie null

Reibung entgegen. Sie ist robust, liegt gut in der Hand, und gibt alle

wichtigen Optionen auf einen Blick preis.

 

Lies in den nächsten Blogartikeln, wie eine spezifische Kamera oder

Kameraart die oben geschilderten Abläufe verändern kann!


Hast du dich mal selbst beim Fotografieren beobachtet? Lass mich an

deinen Gedanken in den Kommentaren teilhaben!

 

Einen langen Extra-Artikel gibt es jeden Monat für meine Patreons auf:

 

https://www.patreon.com/tomkaiserfoto.

Bleib gesund und munter.

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